Bruststraffung einfach erklärt

Die Form der weiblichen Brust wird durch die Größe der Brustdrüse und durch die Menge des der Drüse aufsitzenden Fettgewebes bestimmt. Sobald nun das Bindegewebe und damit auch die Haut an Elastizität verlieren, sinkt auch das Fettgewebe nach unten. Zwangsläufig verliert damit der obere Teil an Volumen. Es stellt sich schon alleine rein optisch ein hängender Busen ein. Damit steht im Mittelpunkt einer Bruststraffung die Umschichtung von Drüsengewebe aus den durchhängenden Brustpartien nach oben. Darüber hinaus erfolgen eine Verlagerung der zu tief stehenden Brustwarze nach oben sowie die Entfernung von überschüssiger oder überdehnter Haut.

Hinzu kommt eine Verschmälerung der Brustbasis mit Formung einer mehr runden Brust. Wichtig ist, dass der neue Warzenhofdurchmesser an die neuen Brustdimensionen angepasst wird. Insgesamt aber besteht der Unterschied zwischen einer Bruststraffung und einer Brustverkleinerung darin, dass bei einer Bruststraffung kein Fett und kein Drüsengewebe entfernt werden.

Schnitttechniken bei Bruststraffungen

Bei einer Bruststraffung sind eine Vielzahl der unterschiedlichsten Schnitttechniken möglich. Besonders bewährt haben sich dabei die nachfolgenden Schnittführungen:

  • O-Schnitt (Benelli Methode)
  • I-Schnitt (Lejour-Methode)
  • T-Schnitt bzw. Ankerschnitt (Strömbeck-Methode)
  • L-Schnitt
  • Schnittführung nach der Hall-Findlay-Methode.

Die Anwendung der jeweiligen Schnittführungen bzw. Schnitttechniken hängt im wesentlichen von der individuellen körperlichen Gegebenheit wie zum Beispiel Brustgröße und Brustform, Position und Größe der Brustwarzen und Gewebezustand ab.

O-Schnitt

Bei der Schnitttechnik nach der  Benelli Methode wird eine kreisrunder Schnitt (O-Schnitt) um den Brustwarzenhof herum gesetzt, das Drüsengewebe umgeschichtet und überschüssige Haut- und Brustgewebe entfernt. Anschließend wird die Haut wieder vernäht und zusammengezogen. Dabei entstehen kleine Fältchen um den Brustwarzenhof, sogenannte Plisseefältchen. Diese bleiben jedoch durch die dunkle Pigmentierung der Brustwarze so gut wie unsichtbar. Die Benelli Methode zeichnet sich dadurch aus, dass sie schonend ist und kaum Narben hinterlässt. Allerdings eignet sie sich nur für relativ geringfügige Bruststraffungen, da nur eine sehr begrenzte Menge an Gewebe entfernt werden kann.

I-Schnitt

Bei Lejour-Methode (I-Schnitt) wird sowohl ein kreisförmiger Schnitt um den Warzenvorhof herum als auch ein vertikaler Schnitt vorgenommen und danach die Brustwarze entsprechend der neuen Form und Größe versetzt. Die nach der Straffung übrig gebliebene Haut wird dann mit einer Raffnaht vernäht. Im Laufe des Heilungsprozesses zieht sich dann die Haut mit der Folge zusammen, dass sie auf eine natürliche Weise gestrafft wird. Mit Hilfe des I-Schnitts ist es möglich, mehr überschüssiges Haut und Brustgewebe zu entfernen. als dieses bei der Benelli-Methode der Fall ist. Dadurch bietet sie sich vor allen  zur Verkleinerung großer Brüste an, die gleichzeitig gestrafft werden sollen. Allerdings setzt die Methode eine noch einigermaßen gute Hautelastizität voraus und eignet sich daher besonders für jüngere Patientinnen. Auch können mehrere Monate vergehen, bis das endgültige Ergebnis feststeht.

T-Schnitt und L-Schnitt

Die T- und L-Schnitttechniken basieren beide auf der Lejour Methode und unterscheiden sich untereinander nur geringfügig. Bei der T-Schnittführung wird der horizontale Hautschnitt in beide Richtungen durchgeführt, sodass der Schnitt die Form eines umgedrehten T hat. Bei der Bruststraffung mit L-Schnitttechnik wird hingegen der horizontale Einschnitt in der Brustumschlagsfalte nur einseitig ausgeführt. Bei beiden Schnittführungen können bedingt durch die großflächige Öffnung entsprechend viel überschüssiges Brust- und Hautgewebe entfernt werden. Daher eignen sie sich besonders für die Straffung großen und stark hängenden Brüsten.

Alternativ zu den oben aufgeführten Methoden der Bruststraffung kann diese auch mit Hilfe der OrbiShape-Methode durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine  Operationstechnik, bei der dünne Silikonfolienimplantate mittels Seidenbändern innerhalb der Brust am Oberkörper befestigt werden. Auf diese Weise werden die Brüste wie durch „inneren BH“ angehoben und gestützt.

 

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